Guter Artikel im ehemaligen Nachrichtenmagazin:
“Fußballerregel Nummer 1: Wenn Du mit 3:0 vorne liegst, müssen die anderen kommen. Und zwar in deinen Strafraum.
Taktisch macht Angela Merkel da bislang (fast) alles richtig, und Steinmeiers Unfähigkeit, über die Flügel anzugreifen, ist ihr größter Trumpf. Warum soll sie sich mehr bewegen als nötig, wenn die gegnerische Mannschaft, das “Team Steinmeier”, sich die Bälle am Mittelkreis planlos zukickt – ohne jeden Raumgewinn. “
“So offenbart dieser bislang ziemlich drollige (Nicht-)Wahlkampf 2009 sein Janusgesicht: Einerseits die Abgeklärtheit demokratischer Normalität, die sich allen Aufregungen und Missständen zum Trotz selbstbewusst behauptet, andererseits die Gefahr, dass die politische Auseinandersetzung vollends zur Sache einer kleinen informierten Minderheit wird.
Durch hysterisches Schaumschlagen und Skandalisieren – jüngstes Beispiel: die angebliche “Geburtstagssause” für Deutsche-Bank-Chef Ackermann im Kanzleramt – ändert sich daran jedenfalls gar nichts.”
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