Archive for the 'Gute Idee' Category

#Milliardäre können auch anders

Ach, sowas kann einem doch auch mal den Tag versüßen: Gates und Buffet haben einige Milliardäre zusammengetrommelt, damit jeder mindestens 50% seines Reichtums für eine gute Sache abgibt. Ich hab mir ja auch schon lange überlegt, was ich mit meiner ganzen Kohle machen soll. Werd Bill mal anrufen.

Eine Regel hat der exklusive Club: Es müssen schon mindestens 50 Prozent sein, die die Milliardäre abgeben. Für welchen Zweck, bleibt dem Spender überlassen. Dabei gehen die beiden Initiatoren allerdings davon aus, dass man nicht hintenrum wieder in die eigene Tasche oder mit unlauteren Hintergedanken spendet. Die Gentleman zeigen aber Vertrauen: „Es ist kein juristischer Vertrag, es ist ein moralisches Versprechen“, sagte Buffett. Wie viel denn nun genau zusammenkommen soll, weiß Buffett selbst nicht, „es wird ja auch ständig mehr“.

#Attac: Aktionsgruppe Georg Büchner:aktuell in Frankfurt und Erfurt

Aktionsgruppe Georg Büchner
http://aufstand.blogsport.de
ag_georg.buechner@yahoo.de

Die Aktionsgruppe Georg Büchner wird in ihrem Vorhaben von immer mehr Gruppierungen unterstützt und bereitet sich derzeit auf eine vor Aktionskonferenz vor, die am 21. August im Studierendenhaus der Johann Wolfgang Goethe – Universität, Frankfurt am Main, stattfinden wird. Ziel der Konferenz wird es sein, für eine breit unterstützte und zugleich entschlossene Aktion zivilen Ungehorsams unseren Protest gegen die Verursacher und Profiteure der Krise auf die Straße zu tragen. Angekündigt wird die eintägige Blockade eines der Zentren der Bank- und Wirtschaftsmetropole der Republik: Börse, Deutsche Bank oder Commerzbank.

Zur Aktionskonferenz rufen Attac und das bundesweite Krisenbündnis “Wir zahlen nicht für Eure Krise”, die IG BAU-Jugend Hessen und die DGB-Jugend Südhessen, die Ordensleute für den Frieden und die ChristInnen für den Sozialismus, die Gruppe “Kein Mensch ist illegal” und die Interventionistische Linke, die Antifa KOK Düsseldorf-Neuss und die Anti-Nazi-Koordination Frankfurt, die Gruppe Dissident Marburg und die MotorradfahrerInnen ohne Grenzen Düsseldorf, die Landesverbände Hessen und NRW der Linksjugend Žsolid, der Deutsche Freidenkerverband und die DIDF, weitere Gliederungen der LINKEN, die DKP und die internationale
sozialistische linke, die Sozialistische Kooperation und der Studierendenverband SDS.DIE LINKE, die Bundesarbeitsgemeinschaft Hartz IV der LINKEN, das Erwerbslosenforum Deutschland e.V, das Rhein-Main-Bündnis gegen Billiglöhne und Sozialabbau und viele andere, die Bundestagsabgeordnete Sabine Leidig und die Landtagsabgeordneten Bodo Ramelow und Ulrich Wilken, Vertrauensleute, Betriebsräte GewerkschaftssekretärInnen und viele Einzelpersonen auf.

Weitere UnterstützerInnen sind herzlich willkommen und mögen sich bitte so bald wie möglich unter der oben angegebenen Mailadresse der Aktionsgruppe Georg Büchner melden. Die Vorbereitung läuft sehr gut.

Wir halten Euch über die nächsten Schritte auf dem Laufenden – meldet Euch zur Aktionskonferenz an und werbt für unsere Aktion.

Schickt diese Mail weiter!

PRESSEMITTEILUNG der Unterstützungsgruppe Thüringen

Börsenblockade im „heißen Herbst“

Erfurt, 29.07.2010: Gegner des unsozialen Sparpakets der Bundesregierung planen für den 18. Oktober eine eintägige Blockade der Börse oder einer Bankzentrale in Frankfurt am Main. Regionale Netzwerke treffen sich in diesen Wochen zur Vorbereitung, so auch am 27. Juli 2010 in Erfurt.

35 Vertreter verschiedener Gruppen, Parteien und Gewerkschaften kamen zusammen, um über die für den 18. Oktober geplante Blockade zu beraten und eine Mobilisierung dafür zu verabreden. Angesichts der angekündigten Kürzungen im Sozialbereich finden nun politische Spektren zusammen, die in ihrem Alltag wenig miteinander zu tun haben. Mit dabei waren unter anderem das Jugendwerk der AWO, Jugendverbände linker Parteien, Gewerkschaften, Initiativen, Aktionsnetzwerke und Landtagsabgeordnete.

Das Geld, das den Banken in der von ihnen selbst verschuldeten Finanzkrise gegeben wurde, soll nun bei den kleinen Leuten geholt werden, kritisierten die Teilnehmer des Treffens. Angesichts dieser Tatsache sei es Zeit für eine Aktion des zivilen und sozialen Ungehorsams. Mit einer eintägigen Blockade der Börse oder einer Bankzentrale in Frankfurt soll, neben dem politischen Druck, auch der ökonomische Druck auf die Verursacher der Krise erhöht werden.

Hannes Roth von der „Aktionsgruppe Georg Büchner“ sagt: “Viele Menschen sind
mit der Politik in Sachen Finanzkrise, Sozialabbau und Sparpaket unzufrieden. Aber sie finden keinen Weg, ihren Unmut zu artikulieren und ihrem politischen Willen auch gestalterischen Ausdruck zu verleihen. Gemeinsam wollen wir eine neue und deutlich wahrnehmbare Protestform entwickeln. Den emanzipatorischen Akt des sozialen Ungehorsams am symbolischen Ort Frankfurt selbst zu erleben, ist Anspruch und Aufgabe zugleich.”

Zur Vorbereitung der Blockade findet am 21. August in Frankfurt am Main eine bundesweite Aktionskonferenz statt, an der sich auch die Thüringer Gruppen beteiligen werden.

Bis zur geplanten Einrichtung eines Aktionsbüros in Erfurt können Interessierte Kontakt zu dem Thüringer Netzwerk über die Email-Adresse thueringen@banknapping.com aufnehmen. Erste Informationen über die geplante Blockade finden Sie auf der Internetseite www.aufstand.blogsport.de

Das nächste Treffen, zu dem weitere Interessierte herzlich eingeladen sind, findet am 16. August um 18.30 Uhr im Jugendclub Filler in Erfurt statt.

#CCC und seine #Netzthesen: Forderungen für ein lebenswertes Netz

Da sprechen endlich mal die Leute, die sich mit “Netzpolitik” auskennen. Die Netzthesen des Chaos Computer Club.

Wir haben daher in klare Worte gefaßt, welche Errungenschaften erhalten und welche aktuellen Mißstände unserer Meinung nach angepackt werden müssen, welche Risiken für die Zukunft einer wettbewerbs- und lebensfähigen Gesellschaft im Netz wir sehen und wohin die Reise gehen soll.

[...]

Wir sehen es als Problem, wenn das Netz nur als Quell ewigen Übels wahrgenommen wird, welches streng reguliert und möglichst mehrwert-gerecht präsentiert werden muß. Als Abbild des Lebens hat der Markt im Netz seinen Platz – genau wie die Politik, aber keiner der Spieler darf zum übermächtigen Kontrolleur werden. Dazu muß der Staat mit gutem Beispiel vorangehen, darf sich nicht weiter in IT-Großprojekten über den Tisch ziehen lassen, muß die digitale Intimsphäre seine Bürger achten und selbst mit angemessener Transparenz für alle nachvollziehbar, am besten gar maschinenlesbar werden. Und wer Mißstände, Korruption und Datenskandale aufdeckt, muß belohnt, nicht geächtet und bestraft werden.

Dabei sollen die Netzbürger nicht bloß als statistische (Stör-)Größe in ausufernd wachsenden Datenbanken verbucht und verarbeitet werden. Im Gegenteil: Sie sind der Souverän und müssen im selbstbestimmten Umgang mit ihrem Netz ausgebildet werden. Dazu gehört, den Wert von Privatsphäre zu erkennen und mit den intimsten Geheimnissen achtsam umzugehen. Das Netz ist unsere gemeinsame Infrastruktur; unser Staat sollte sie aufbauen, hegen und pflegen, anstatt sich auf das Kleinhalten und Reglementieren zu konzentrieren.

Wir müssen Sorge tragen, daß Bedarfsträger und Verwertungsindustrie nicht mehr Provider und Webseitenbetreiber als Hilfssheriffs und Sündenböcke vor den Karren spannen können. Gleichzeitig müssen die seit langem konkret bekannten Fehlentwicklungen bei Fragen der Softwarepatente und des Urheberrechts korrigiert werden. Ohne neue Grundregeln für das Immaterialgüterrecht und eine Orientierung am Gemeinwohl statt an den wirtschaftlichen Interessen einiger weniger wird sich die Kluft zwischen Politikern und Internetgemeinde nur noch vertiefen.

Der Text ist Balsam für meine geschundene Seele. *g* “Lebenswertes Netz”…ich hab richtig Tränen in den Augen…

…weil ich leider auch so einen Bullshit hier lesen muss. Der Metronaut meint dazu völlig zurecht:

Ihr meint das vermutlich ganz anders mit dem Schengen, mehr so im Frontex-Stil, so mit dicken Mauern außenrum. Intra-Internet, aber europäisch. Die Bösen müssen draußenbleiben. Internierungslager für illegale Websites in Lybien und Marokko. Grenzzäune und Sperren für Pornowebsites, effektive Drittstaatenregelungen, Wärmebildkamera an den Außengrenzen des Internets. Die Bösen sollen draußen bleiben – oder halt im Mittelmeer auf digitalen Nußschalen ersaufen. The Great Schengen Wall of the Junge Union Berlin. Mit Checkpoint Charly im BKA. Na denn, Prost, ihr Flachpfeifen!

#Heidelberg: #Campact Aktion Atom-Alarm

Am kommenden Montag, 26.07.2010 ab 15.00 Uhr findet eine Campact Aktion in Heidelberg statt: alle hingehen!

“bis Ende September will die Bundesregierung über die Zukunft der Atomkraft entscheiden. Doch unter den Bundestagsabgeordneten von Union und FDP wächst die Sorge, dass ihnen längere Laufzeiten daheim im Wahlkreis ordentlich auf die Füße fallen. Am kommenden Montag wollen wir auch in Heidelberg den CDU-Abgeordneten für Heidelberg und Mannheim, Dr. Egon Jüttner und Dr. Karl A. Lamers, klar machen, dass die Menschen in ihren Wahlkreisen möglichst rasch aus der Atomkraft aussteigen wollen!

Vor dem gemeinsamen Wahlkreisbüro schlagen wir unüberhörbar Alarm – mit Trommeln, Töpfen, Rasseln und Pfeifen. Außerdem wollen wir Dr. Egon Jüttner und Dr. Karl A. Lamers eine Erklärung gegen Atomkraft überreichen, die bereits über 150.000 Menschen unterzeichnet haben. Zeitgleich finden bundesweit vor rund 50 Wahlkreisbüros weitere Alarm-Aktionen statt.

Kommen Sie vorbei und unterstützen Sie die Aktion!

> Ort: CDU Regionalgeschäftsstelle, Adlerstraße 1/5, 69123 Heidelberg
> Zeit: Montag, 26. Juli, 15.00 bis 15.30 Uhr
> Weitere Infos: http://www.campact.de/atom2/sommer/heidelberg-mannheim

Der Atom-Alarm ist der Auftakt zu einer ganzen Reihe von Aktionen in den Wahlkreisen der Parlamentarier. Unser Ziel: Dass am Ende eines “heißen Sommers” möglichst viele Abgeordnete nach Berlin zurückkehren und Kanzlerin Merkel mitteilen: “Längere Laufzeiten? Die fliegen mir daheim im Wahlkreis gehörig um die Ohren – das kann ich nicht mittragen!”

Können Sie mit dabei sein? Bringen Sie doch möglichst etwas mit, mit dem Sie lautstark Alarm schlagen können, gerne auch bunt gestaltet. Leiten Sie diese Mail auch gerne an Freundinnen und Freunde, Kolleginnen und Kollegen weiter.

Wir freuen uns auch, wenn Sie unsere Aktionen in den Wahlkreisen der Abgeordneten mit einer Spende unterstützen: https://www.campact.de/atom2/spenden/donate4

Mit herzlichen Grüßen
Susanne Jacoby”

Wundert mich schon, dass da sowenig in dieser Hinsicht los ist. Sind doch sonst so auf Naturschutz bedacht die Heidelberger.

#Blizzard verwirft die #Real_ID-Epicfail-Idee: Millionen jubeln

Wow ist ja auch ein Ausdruck ehrlicher Überraschung und Überwältigung. Wie ich gestern schrieb, drehte Blizzard mit seiner Realnamen-Facebook-macht-alles-besser-Philosophie zeitweise richtig ab und zog sich den überwältigenden Zorn der internationalen Wow-Gemeinde zu.

Heute gibt Blizzard in einem offenen Brief bekannt, dass die Realnamen-Geschichte nicht gemacht wird. Der gemeinsame öffentliche – schnelle – Druck der Leute über Blogs, Foren und dann die Holzmedien, ebenso wie sicherlich tausende gekündigte Abonnements (;-)) haben Blizz unglaublich schnell eines besseren belehrt.

Das beste Beispiel für die Notwendigkeit eines freien Internets.

#Finanzkrise: die Welt ohne Zins

Ja, die Themen sind uralt. Tatsächlich gibt es hinsichtlich des Geldes und seiner Bedeutung als Tauschmittel viele viele Überlegungen. Eine davon wird heute bei Telepolis genauer beleuchtet: der Wörgler Schilling. Geld kostet keinen Zins, sondern verliert an Wert, wenn es nicht gebraucht wird. Und was passiert dann. Lesen!

Ach, und bei all dem Für-und-Wider: hier ein Auszug aus der interessanten Diskussion bei TP:

5. Juli 2010 14:08

Re: Ich hätte gerne mal eine Erläuterung:

Mindeater (mehr als 1000 Beiträge seit 29.12.00)

Hallo Subzero,

gut das du dich informieren willst, denn mit deinem Wissen über
Freiwirtschaft kannst du nicht urteilen.

> Wie kann ich bei diesem System, bei dem das Geld systematisch
> abgewertet wird und keine Zinsen erwirtschaften darf,

Das ist schon mal falsch. Du kannst mit Freigeld soviel Zins bekommen
wie der Markt hergibt. Direkt nach einem Krieg - wenn Leistung knapp
ist - kann das auch durchaus zweistellig positiv sein. Nur kann
Freigeld halt auch Null oder negative Zinsen ermöglichen - wenn der
Markt diese benötigt - also Leistung im Überfluss vorhanden ist.

> Kapital
> akkumulieren, um mir etwas zuzulegen, was ich nicht aus der hohlen
> Hand finanzieren kann, weil es bspw mehr als ein Jahreseinkommen
> kostet?
> Brauche ich da dann wirklich 20 Jahre, um ein Haus zu bauen (jeden
> Monat rücken die Bauarbeiter für einen Tag auf der Baustelle ein)?
> Die Idee ist ein Hand->Mund-System.

Du akkumulierst genauso wie heute dein Kapital in dem du sparst und
es zur Bank bringst. Und der Normalbürger dürfte selbst bei Nullzins
wesendlich besser sparen können als heute. Wenn der Zins gegen Null
strebt, strebt auch der Zins in den Produktpreisen gegen Null. Wenn
du heute ein paar hundert Euro Zins für dein Geld auf dem Bankkonto
bekommst, zahlst du ein paar tausend Euro Zins mit Steuern, Mieten,
Produktpreisen. Also kannst du - wenn du nicht zu den oberen 10.000
gehörst, einfacher sparen als heute.

> Es wird versucht, den Geldumlauf
> zu beschleunigen,

Es wird nicht versucht den Geldumlauf zu beschleunigen, sondern den
Geldumlauf zu stabilisieren, damit das Geld nicht regelmäßig vom
Markt verschwindet und dann wieder auf dem Markt flutet.

> um daraus ein Wachstum zu beziehen.

Es dreht sich nicht darum Wachstum zu generieren, sondern eine
Wirtschaft zu haben die auch ohne Wachstum oder sogar mit negativen
Wachstum gut klar kommt. Unser heutiges System braucht Wachstum auf
Teufel komm raus.

> Was ein
> ständiges Wirtschaftswachstum für Folgen für die Resourcen (aka
> Umwelt) hat…Schwamm drüber.

Um so geringer der Zins ist um so mehr lohnt es sich die Umwelt zu
schützen:

http://de.wikipedia.org/wiki/Wert_eines_Goldesels

> Wenn es keine Zinsen gibt, gibt es keine Kredite (Zinsen sind
> Risikoprämie und nicht jeder Kredit wird auch zurückgezahlt).

Wie gesagt. Es gibt weiterhin Zinsen. Nur sind die halt deutlich
positiv, null oder deutlich negativ. So wie der Markt das braucht.
Die Risikoprämie gibt es weiter, nur wird die abhängig vom
Marktzustand manchmal auch vom Kreditgeber bezahlt. Kredite gibt es
weiterhin, weil du lieber dein Geld zur Bank bringst, als es dir von
der Umlaufgebühr wegfressen zu lassen.

Ach ja, die wahren Kreditgeber sind übrigens die (potentiellen)
Leistungserbringer die in einer arbeitsteiligen Gesellschaft für
jemanden Arbeiten ohne eine Gegenleistung zu bekommen. Das Geld ist
nicht der Kredit, sondern die Dokumentation des Kredites. Unser
heutiges System hat das Problem das die Zinsen ab einer gewissen
Marktsättigung nicht mehr Marktgerecht sein können, und damit werden
die potentiellen Kreditgeber in die Arbeitslosigkeit gezwungen und
damit gezwungen 100% ihrer Leistung auf den Müll zu schmeißen. Dann
doch lieber ein Zins der auch Null und negativ werden kann.

> Übrigens sind de Johdn an unserem Wohlstand schuld, sie waren die
> einzigen, die damals Geld gegen Zins verleihen durften und somit erst
> Großinvestitionen ermöglichten. Deswegen hatten die
> Judenvertreibungen im Mittelalter auch schwere wirtschaftliche
> Rückschläge zur Folge.

Ja, zinsloses Geld ist Schwachsinn. Und ja, es verlieh damals keiner
Geld ohne Zins. Wieso sollte ich meine Million auch verleihen, wenn
ich nur ne Million wieder bekomme? Mit Freigeld gibts darauf ne
Antwort. Weil die Umlaufgebühr dir teurer kommt als die Million zu
verleihen. Heute heißt die Antwort darauf Wirtschaftskrise und
Wachstumszwang. Sobald die Wirtschaft zu sehr gesättigt ist und
deshalb zu wenig Wachstum vorhanden ist, rentieren sich die
Investitionen nicht mehr (Million zu verleihen/investieren bringt zu
wenig) und du hast deine Wirtschaftskrise. “

#Finanzkrise und der Widerstand der Mittelschicht

Auszug aus einem Umlauf der attac Gruppe “Genug für Alle”:

“der Umgang der Regierungen mit der kapitalistischen Krise wird zwar immer absurder, aber die Proteste der Menschen scheinen sich bisher in Grenzen zu halten. Zumindest die Verängstigung und Spaltung der Betroffenen gelingt den Eliten nach wie vor.

Trotzdem tut sich mehr, als man auf den ersten Blick mitbekommt. Nach den nicht besonders großartigen Demonstrationen in Stuttgart und Berlin am 12.6. gab es eine ganze Reihe regionaler und lokaler Aktivitäten, die z.T. recht beachtlich waren:

15.6. Gießen 700 Menschen gegen Bildungsabbau
(<http://www.sueddeutsche.de/karriere/bildungsstreik-elite-ist-schiete-1.452688>)

16.6. Dresden: über 10.000 Menschen gegen Sparpaket der sächsischen Landesregierung
(<http://www.neues-deutschland.de/artikel/173265.mit-der-schere-an-sachsens-sozialem-netz.html>,<http://www.l-iz.de/Politik/Sachsen/2010/06/Demonstration-gegen-Sparplaene-im-Sozialbereich.html>)

16.6. Kiel: 14.000 Menschen gegen Sparpaket der Landesregierung
(<http://www.hl-1.tv/Vorlage_Freieseite.php?id=4971>)

17.6. Kiel: mehr als 1.500 Menschen gegen Sparpaket der
schleswig-holsteinischem Landesregierung
(<http://www.abendblatt.de/region/norddeutschland/article1536738/Gewerkschaftsbund-stellt-Seite-fuer-Sparopfer-ins-Netz.html>)

19.6. Solingen: 500 Menschen gegen Hallenbadschließung
(<http://www.solinger-tageblatt.de/Home/Solingen/Wir-kaempfen-um-das-Hallenbad-e510ac2d-dbae-4064-b32b-9f9220ed68f9-ds>)

22.6. Plauen: 4.000 Menschen gegen drohende Werksschließung von
Philipps; “größte Demo im Vogtland seit der Wende”
(<http://www.freiepresse.de/NACHRICHTEN/WIRTSCHAFT/7401226.php>)

23.6. Wolfsburg: 3.500 Menschen
(<http://www.waz-online.de/Wolfsburg/Wolfsburg/Uebersicht/IG-Metall-Demo-3500-Wolfsburger-zeigen-Schwarz-Gelb-die-rote-Karte>)

26.6. Osnabrück: 2.000 Menschen gegen Sparpaket der Bundesregierung
(<http://weser-ems.business-on.de/gerechtigkeit-osnabruecker-politik-sparpaket-menschen-protestlieder-_id12216.html>,<http://www.neue-oz.de/information/noz_print/stadt_osnabrueck/28-lo-demo-soziale-gerechtigkeit.html>)

Außerdem soll am 19.6. eine Demo in Düsseldorf stattgefunden haben, von der ich allerdings nur Ankündigungen finden konnte:
<http://direkteaktion.over-blog.de/article-19-6-demonstration-in-dusseldorf-gegen-das-cdu-fdp-sparpaket-52169357.html>
Weiß jemand, ob da wirklich was passiert ist?

Nicht jeder Aufruf scheint automatisch ein Erfolg zu sein, wie die SPD
letzten Donnerstag im brandenburgischen Jüterbog festellen musste:
<http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/11832657/61939/Verhaltener-Protest-gegen-das-Sparpaket-Ins-Leere-geredet.html>

Weitere geplante Demos und Aktionen:
1.7, Lübeck gegen Uni-Schließung
(<http://www.ln-online.de/artikel/2808713/L%FCbecker_Uni-Rettung%3A_Sternmarsch_und_Podiumsdiskussion_in_St_Petri.htm>)
8.7. Bonn gegen Kürzungen auf kommunaler Ebene
(<http://www.attac-netzwerk.de/bonn/termine/cal/event///tx_cal_phpicalendar//Runder_Tisch_gegen_Kommunalkahlschlag/?tx_cal_controller[year]=2010&tx_cal_controller[month]=07&tx_cal_controller[day]=01&cHash=41e86ad143e8d3320419a89da6ef6831>)


8.7. Remscheid gegen Kürzungen auf kommunaler Ebene:
(http://www.rp-online.de/bergischesland/remscheid/nachrichten/Paritaetischer-ruft-zur-Demo-auf_aid_871089.html)

Außerdem hat der DGB Nord angekündigt, Sozialproteste in Schleswig
Holstein vernetzen zu wollen
(<http://www.nord.dgb.de/article.php?article=1193>). Allerdings ist auf
der dafür ins Netz gestellten Seite bisher noch nicht viel zu sehen
(<http://www.gerecht-und-sozial.de/>).

Obwohl diese Dinge Mut machen, sollten wir selbst noch mehr tun. Ich habe oben die Spaltung der Betroffenen schon angesprochen. Eine der daraus resultierenden Schwierigkeiten scheint mir zu sein, dass vor allem in Deutschland die Krise als ein Problem allein der Armen und Arbeitslosen gesehen wird. Die Mittelschichten bilden sich ein, sie seien davon nicht direkt betroffen oder sie könnten sich doch zumindest ducken und abwarten, bis alles vorüber ist. Und wenn sie dann ihren Job noch haben, wird nach der Krise alles wieder so sein wie vorher.

Dass das nicht stimmt, wissen wir, aber wir sollten es lauter und vor allem verständlicher sagen.”

Sammeln für #BP

Natürlich hab auch ich ein Profil in so einer Karrierenetzwerkkiste wie Xing.

So, und die BP-Sache nervt natürlich auch da so einige Leute. Es gibt also bei Xing eine ganze Menge Interessengruppen. Eine davon nennt sich “Querdenker” (wohl mit eine der größten Gruppen). Querdenker (hier die Seite im Internet) bin ich logischerweise auch. Intelligalent sowieso. Und besser als alle anderen auch. Weiß ich doch.

Egal. Trotz allem Widerspruch und aller menschelnder Ungereimtheit, die beim Ego so auftreten kann, hat dort _dieses Mitglied hier_ eine Frage ins Forum gestellt die ich ganz wichtig fand:

Thread bei Xing/Die Querdenker

Vor allem deswegen, weil es bisher noch nicht gelungen ist, trotz Mitgliedern in dieser Gruppe von ca. 70. Tausend (!)  und ‘ner ganzen Tüte voller Werbe-/Medien-/Politik-/ und sonst wie Netzwerkprofis hierzu anscheinend (falls doch, schreibt es)  mal was Anständiges auf die Beine zu stellen. Ein weiteres Mitglied hat hierzu eine – wie auch immer gemeinte – Antwort gehabt, deren Umsetzung ich als “Aktion” für gnadenlos gut halte.

Deswegen geht ein etwaiges Copyright auch ganz klar an den Herrn X. (den ich gerne hier verlinke, wenn er es wünscht).

Nun, und ich greife die Idee auf und will mal sehen was draus wird:

Die Aktion “Sammeln für #BP”

Deswegen bitte ich Euch, verlinkt auch diese Aktion in Eure Blogs, bastelt Euch Sammeldosen, oder macht was Eigenes.

Mal sehen was für das Thema “Sammeln für #BP” so alles zusammenkriegen und ob das Thema in den großen Medien endlich mal wahrheitsgemäß verarbeitet wird.

Update: also, ich will tatsächlich kein Geld sammeln, ich will nur die Aktion machen, damit BP ein Thema bleibt. Was soll ich denn mit der ganzen Kohle ;-) ?  nachdem man auch der Meinung sein kann, Geld sammeln macht doch Sinn, möchte ich mich da jetzt nicht so festlegen.

Außerdem: gemäß den Xing Datenschutzbestimmungen kann so eine “Weitergabe” an Dritte knifflig sein. Der Threadersteller hatte kein Problem damit, dass ich ein Blogeintrag mache, der Ideengeber zur Sammeldose hatte eine Weitergabe von Textteilen per Googlesuche explizit per Xing-Funktion ausgeschlossen. Deswegen hab ich auch nur einen Screenshot genommen und keine Textauszüge (sollte so in Ordnung sein). Falls jemand damit ein Problem hat, fliegt die Quelle eben ganz raus.

#Grundeinkommen, eine mögliche Lösung?

Eigentlich ist die Krise ein Problem der Konzentration des Geldes an falscher Stelle. Eine Lösung hierfür könnte die Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens sein. Ich habe darüber bisher nicht viel Schlüssiges gefunden, hier nun aber eine Seite, die für mich sehr plausibel klingt.

#Paul Jorion sagt auch nix Neues, lest es trotzdem!

Mc Kinsey, die 70er Jahre, Stock Options, Arbeitgeber, Manager und Lohnempfänger. Trennung von Wertschöpfung durch Produktion und Wertschöpfung durch Aktienkurse.

Aus einem Interview des Deutschlandfunks mit Paul Jorion:

Vergleicht man die Krise von 1929, die in den USA begann und dann zur Weltwirtschaftskrise wurde, und die Krise, mit der wir es 2007 zu tun bekamen, so ergibt sich eine verblüffende Gemeinsamkeit: die Konzentration des wirtschaftlichen Reichtums in den Händen einer winzigen Minderheit. Dahinter steht ein sehr einfacher ökonomischer Mechanismus. Wenn sich das Geld nicht dort befindet, wo es tatsächlich gebraucht wird, sei es, um in einem Unternehmen etwas zu produzieren, sei es im privaten Haushalt, um langlebige Konsumgüter anzuschaffen oder weil der Lohn nicht zum Leben reicht, weil die Reallöhne stagnieren oder gar sinken, muss man es sich über Kredite beschaffen. Für Kredite aber müssen Zinsen bezahlt werden. Diese Zinsen fließen dem Kapitaleigner zu. Es ist somit ein ebenso unerbittliches wie logisches Gesetz: Die Konzentration des Reichtums ist ein sich selbst verstärkender Prozess. Wenn das Geld in einem Wirtschaftssystem ungleich verteilt ist, prägt sich diese ungleiche Verteilung im Laufe der Zeit immer mehr aus. Das ist es, was wir erleben. Das Geld ist praktisch niemals dort, wo man es braucht, sei es in der industriellen Produktion, sei es im privaten Konsum. Man muss es immer über Kredite beschaffen. Das Geld und sein Preis haben heute eine alles beherrschende Rolle, die sich ständig verstärkt. Das Finanzsystem besitzt gleichsam göttliche Allgegenwart und schöpft bei jeder Wirtschaftsoperation seinen Profit. Das aber heißt nichts anderes, als dass im Preis aller Produkte, aller Dienstleistungen ein wachsender Anteil an Zinsen enthalten ist.”

und

“Ein auf Kredit aufgebautes Wirtschaftssystem vervielfacht die Risiken. In einem kreditgesteuerten Wirtschaftssystem bilden sich Ketten von Kreditnehmern, A schuldet B schuldet C und so weiter. Fällt ein Kredit aus, purzelt die gesamte Kette wie eine Reihe Dominosteine. Gegen dieses Risiko hat die Finanzindustrie mit ihrem unerschöpflichen Erfindungsreichtum wieder neue Instrumente entwickelt, die berühmt berüchtigten Credit Default Swaps oder CDS, Kreditausfallversicherungen. Aber anstatt, dass man damit die Risiken in den Griff bekommen hätte, erzeugen diese Instrumente nun ihrerseits wieder neue Risiken. Man kann sie nämlich einfach zum Zocken benutzen, man kann zum Beispiel darauf wetten, dass die griechischen Staatsanleihen notleidend werden. Wer sich verzockt, hat Pech gehabt. Beispiel der US-Versicherungskonzern AIG. Verlust für den amerikanischen Steuerzahler 182 Milliarden Dollar und das schließt die Rettungsaktion für Fannie Mae und Freddie Mac noch nicht ein.”

Und wie Jorion in seinem Artikel auch noch verdeutlicht: wie sieht eigentlich unser Staatssystem anhand der realistischen Geldwerte aus? Welche reale Wertschöpfung gibt es; bei uns in Deutschland, in Europa, in China, global?

Was ist der in China hergestellte Schrott wirklich wert, den wir dankbar konsumieren und trotzdem draufzahlen? Wie sähen die Deutschland-Bilanzen aus, wenn die herbeigerechneten Einnahmen der Zukunft sich an der Realität orientierten?

Und: wie sähe es dann mit einem Grundeinkommen für Alle aus? Und: was bedeutete dann “Geld” in diesem Zusammenhang?