Archive for the 'mal was Schönes' Category

Flugbegleiter hat die Schnauze voll: #Slaterization

Muha, bei den Amis ist ein Steward ausgerastet, wie man hier aus erster Hand nachlesen kann:

“F— you! F— all of you! I’m f—— through with this! I’VE HAD IT! I’ve been doing this for 28 f—— years and I can’t take it anymore. And for the f—– a—–who told me to f— off: f— you! That’s it! I’m done! F— you all!”

At that point the older Catholic lady looked back at me and crossed herself, and I told her, “No, that is not normal.”

Nebenbei scheinen dadurch die Amis mal zu diskutieren, dass sie eigentlich gar keine Menschen mehr sind. Mir gefällt das neue Wort: to slaterize. “Jemandem ins Gesicht sagen, dass er ein A…loch ist, egal mit was für Konsequenzen.

#Milliardäre können auch anders

Ach, sowas kann einem doch auch mal den Tag versüßen: Gates und Buffet haben einige Milliardäre zusammengetrommelt, damit jeder mindestens 50% seines Reichtums für eine gute Sache abgibt. Ich hab mir ja auch schon lange überlegt, was ich mit meiner ganzen Kohle machen soll. Werd Bill mal anrufen.

Eine Regel hat der exklusive Club: Es müssen schon mindestens 50 Prozent sein, die die Milliardäre abgeben. Für welchen Zweck, bleibt dem Spender überlassen. Dabei gehen die beiden Initiatoren allerdings davon aus, dass man nicht hintenrum wieder in die eigene Tasche oder mit unlauteren Hintergedanken spendet. Die Gentleman zeigen aber Vertrauen: „Es ist kein juristischer Vertrag, es ist ein moralisches Versprechen“, sagte Buffett. Wie viel denn nun genau zusammenkommen soll, weiß Buffett selbst nicht, „es wird ja auch ständig mehr“.

#CCC und seine #Netzthesen: Forderungen für ein lebenswertes Netz

Da sprechen endlich mal die Leute, die sich mit “Netzpolitik” auskennen. Die Netzthesen des Chaos Computer Club.

Wir haben daher in klare Worte gefaßt, welche Errungenschaften erhalten und welche aktuellen Mißstände unserer Meinung nach angepackt werden müssen, welche Risiken für die Zukunft einer wettbewerbs- und lebensfähigen Gesellschaft im Netz wir sehen und wohin die Reise gehen soll.

[...]

Wir sehen es als Problem, wenn das Netz nur als Quell ewigen Übels wahrgenommen wird, welches streng reguliert und möglichst mehrwert-gerecht präsentiert werden muß. Als Abbild des Lebens hat der Markt im Netz seinen Platz – genau wie die Politik, aber keiner der Spieler darf zum übermächtigen Kontrolleur werden. Dazu muß der Staat mit gutem Beispiel vorangehen, darf sich nicht weiter in IT-Großprojekten über den Tisch ziehen lassen, muß die digitale Intimsphäre seine Bürger achten und selbst mit angemessener Transparenz für alle nachvollziehbar, am besten gar maschinenlesbar werden. Und wer Mißstände, Korruption und Datenskandale aufdeckt, muß belohnt, nicht geächtet und bestraft werden.

Dabei sollen die Netzbürger nicht bloß als statistische (Stör-)Größe in ausufernd wachsenden Datenbanken verbucht und verarbeitet werden. Im Gegenteil: Sie sind der Souverän und müssen im selbstbestimmten Umgang mit ihrem Netz ausgebildet werden. Dazu gehört, den Wert von Privatsphäre zu erkennen und mit den intimsten Geheimnissen achtsam umzugehen. Das Netz ist unsere gemeinsame Infrastruktur; unser Staat sollte sie aufbauen, hegen und pflegen, anstatt sich auf das Kleinhalten und Reglementieren zu konzentrieren.

Wir müssen Sorge tragen, daß Bedarfsträger und Verwertungsindustrie nicht mehr Provider und Webseitenbetreiber als Hilfssheriffs und Sündenböcke vor den Karren spannen können. Gleichzeitig müssen die seit langem konkret bekannten Fehlentwicklungen bei Fragen der Softwarepatente und des Urheberrechts korrigiert werden. Ohne neue Grundregeln für das Immaterialgüterrecht und eine Orientierung am Gemeinwohl statt an den wirtschaftlichen Interessen einiger weniger wird sich die Kluft zwischen Politikern und Internetgemeinde nur noch vertiefen.

Der Text ist Balsam für meine geschundene Seele. *g* “Lebenswertes Netz”…ich hab richtig Tränen in den Augen…

…weil ich leider auch so einen Bullshit hier lesen muss. Der Metronaut meint dazu völlig zurecht:

Ihr meint das vermutlich ganz anders mit dem Schengen, mehr so im Frontex-Stil, so mit dicken Mauern außenrum. Intra-Internet, aber europäisch. Die Bösen müssen draußenbleiben. Internierungslager für illegale Websites in Lybien und Marokko. Grenzzäune und Sperren für Pornowebsites, effektive Drittstaatenregelungen, Wärmebildkamera an den Außengrenzen des Internets. Die Bösen sollen draußen bleiben – oder halt im Mittelmeer auf digitalen Nußschalen ersaufen. The Great Schengen Wall of the Junge Union Berlin. Mit Checkpoint Charly im BKA. Na denn, Prost, ihr Flachpfeifen!

Die neue BahnCard 50 Sommerspezial

Abzug der Amerikaner aus #Heidelberg, was wird aus dem OB?

Bwaha! Was habe ich gelacht:

“Heidelbergs Oberbürgermeister Eckart Würzner ist geschockt über die Abzugspläne der Amerikaner.”

Jo, klar, WTF? Im gleichen Artikel wird auch nochmal drauf hingewiesen, dass der Plan des Abzugs schon älter ist, aber ne, die Heidelberger sind geschockt. Sowas aber auch. Ich krieg ja richtig Mitleid mit denen.

Hier das Beste:

Die Stadtentwicklung hat ja mit der Bahnstadt gerade rasant Fahrt aufgenommen. Kann der Abzug bedeuten, dass die Bahnstadt mit ihren neuen Wohnungen überflüssig wird?

Nein, die Entwicklung in diesem Stadtteil ist nicht gefährdet. Hier entsteht das neue wissenschaftliche Herz Heidelbergs. Und der Zuspruch ist enorm. Außerdem gehen die Amerikaner ja nicht von heute auf morgen. Wir sind in der dritten Phase dran.”

Ganz besonders lustig finde ich, dass damals, als ich noch bei einem schwäbischen Häuslesbauer gearbeitet habe und das ist jetzt so gute 5-6 Jahre her, Heidelberg eine absolute Tabuzone für die Schwaben war. Und wisst Ihr warum:

“Wenn die Amis da raus sind, hat HD in sekundenschnelle tausende Quadratmeter billigste Wohnfläche. Da kriegst Du nix mehr verkauft. Und _wir_ sind ja nicht völlig bescheuert!”

Tja, die Bahnstadt. Nun ja, ich kenne ja einen Teil der Investoren und weiss wie die ticken. Die glauben sicher immer noch daran. Im Stadtgebiet kannst Du jeden alten Rotz für ein Schweinegeld an die Welteliten verscherbeln, andererseits liegen neue Erschließungsgebiete erstmal brach, weil die Stadt dort ökologische Standards verlangt, die sich nun mal kein normaler Hausbauer leisten kann (vor allem solange es im Umland noch vernünftige Alternativen gibt). Statt dessen versuchen die den Leuten ihre horrenden Preise zu verwässern, in dem sie Erbpachtgrundstücke anbieten (die auch erworben werden können, *lol*), wobei hier die regionalen Wohnungsbauunternehmer bauen (wahrscheinlich zwangsverpflichtet) und, nicht wie bei ausgewogenen Baugebieten üblich, die Privaten.

Und als süßen Abschluß für mich freue ich mich drauf, wie es jetzt Heidelberg schaffen will die freigewordenen Kasernen in Wohnflächen zu konvertieren. Das kriegen die mit ihren Leuten im Leben nicht gebacken. Wahrscheinlich werden sie wieder schwäbische Architekten einkaufen (und dann auch noch die Falschen!), Bwahaha!.

Ein anderer hat sowas ja schonmal erfolgreich gemacht, aber die können auch ihr Geschäft.

Ach so: in dem RNZ-Artikel ist noch ein netter Kommentar, den ich mal teilweise zitieren will:

“In jeder vernünftigen politischen Kultur wird schon einmal über den Fall “was ist wenn” gesprochen und erste Konzepte erstellt. Aber in Heidelberg tickt die Welt halt anders. In zig anderen Städten gab es doch genau dieselbe Thematik nach der Wende und ich kenne genug Beispiele, wo es schon lange vor dem Abzug klare Üläne gab, was mit dem Gelände passieren soll (“Stadtplanung” nennt sich so etwas). Sobald die GIs weg waren wurde dann mit der Umgestaltung begonnen. Hier in Heidelberg wird dann mit dem Diskutieren begonnen (am besten darüber, ob der OB nun hätte öfter über den Teich rudern sollen, damit der Abzug vielleicht doch noch hätte verhindert werden können), passieren wird dann ewig nichts. Bei der “Bahnstadt” war diese Planungs und Gestaltungskompetenz ja auch zu bewundern.”

Der scheint sich in der Heidelberger Personalkompetenz auch gut auszukennen.

edit: im Mannheimer Morgen steht ein eindeutig ausführlicherer Artikel (natürlich). Interessant ist hieraus dieser Absatz:

“Die restlichen Flächen sollen zu Wohnquartieren werden. Sie gehen an die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben über, die sich dann auch um eventuelle Altlasten kümmern muss. Nach Würzners Vorstellung könnten die Grundstücke im Besitz des Bundes bleiben. Die Stadt würde dennoch die Planungshoheit behalten.”

Na, wenn er sich da mal nicht täuscht. Warum soll der Bund die Kosten für die verseuchten Flächen dort tragen und die Heidelberger Gemeinderats…fachleute dürfen weiter “Alice-im-Wünschmirwasland” spielen? Ich glaube kaum, dass er das tatsächlich auch glaubt. Das ist ja das bisherige Problem an Heidelberg: durch die – nicht nachvollziehbare – Überzeugung was besonderes zu sein, glaubte man sich alles erlauben zu können. Doch der langsame Tod geht weiter:

“Er hofft, dass durch die zusätzlichen Apartments der Wegzug gerade von jüngeren Familien aus der Stadt abgemildert wird.”

Solange die da weiter “des Kaisers neue Kleider” aufführen, ist das nicht aufzuhalten.

Mich hat heute nur geschockt, dass die Italiener aus dem WM-Rennen sind und das eines unserer wichtigsten Mitglieder in World of Warcraft die Gilde verlässt.

Heidelberg, Du hast mein Mitleid nicht mehr verdient.

Sammeln für #BP

Natürlich hab auch ich ein Profil in so einer Karrierenetzwerkkiste wie Xing.

So, und die BP-Sache nervt natürlich auch da so einige Leute. Es gibt also bei Xing eine ganze Menge Interessengruppen. Eine davon nennt sich “Querdenker” (wohl mit eine der größten Gruppen). Querdenker (hier die Seite im Internet) bin ich logischerweise auch. Intelligalent sowieso. Und besser als alle anderen auch. Weiß ich doch.

Egal. Trotz allem Widerspruch und aller menschelnder Ungereimtheit, die beim Ego so auftreten kann, hat dort _dieses Mitglied hier_ eine Frage ins Forum gestellt die ich ganz wichtig fand:

Thread bei Xing/Die Querdenker

Vor allem deswegen, weil es bisher noch nicht gelungen ist, trotz Mitgliedern in dieser Gruppe von ca. 70. Tausend (!)  und ‘ner ganzen Tüte voller Werbe-/Medien-/Politik-/ und sonst wie Netzwerkprofis hierzu anscheinend (falls doch, schreibt es)  mal was Anständiges auf die Beine zu stellen. Ein weiteres Mitglied hat hierzu eine – wie auch immer gemeinte – Antwort gehabt, deren Umsetzung ich als “Aktion” für gnadenlos gut halte.

Deswegen geht ein etwaiges Copyright auch ganz klar an den Herrn X. (den ich gerne hier verlinke, wenn er es wünscht).

Nun, und ich greife die Idee auf und will mal sehen was draus wird:

Die Aktion “Sammeln für #BP”

Deswegen bitte ich Euch, verlinkt auch diese Aktion in Eure Blogs, bastelt Euch Sammeldosen, oder macht was Eigenes.

Mal sehen was für das Thema “Sammeln für #BP” so alles zusammenkriegen und ob das Thema in den großen Medien endlich mal wahrheitsgemäß verarbeitet wird.

Update: also, ich will tatsächlich kein Geld sammeln, ich will nur die Aktion machen, damit BP ein Thema bleibt. Was soll ich denn mit der ganzen Kohle ;-) ?  nachdem man auch der Meinung sein kann, Geld sammeln macht doch Sinn, möchte ich mich da jetzt nicht so festlegen.

Außerdem: gemäß den Xing Datenschutzbestimmungen kann so eine “Weitergabe” an Dritte knifflig sein. Der Threadersteller hatte kein Problem damit, dass ich ein Blogeintrag mache, der Ideengeber zur Sammeldose hatte eine Weitergabe von Textteilen per Googlesuche explizit per Xing-Funktion ausgeschlossen. Deswegen hab ich auch nur einen Screenshot genommen und keine Textauszüge (sollte so in Ordnung sein). Falls jemand damit ein Problem hat, fliegt die Quelle eben ganz raus.

#Georg Schramm tritt leider auch zurück

Schade, Georg Schramm tritt auch zurück. “Man soll gehen, wenn es am schlimmsten ist”, soll er gesagt haben.


“Jetzt können sich die Politfiguren bei den Toilettenfrauen der Öffentlich-Rechtlichen Bedürfnisanstalten ganz ungestört die Sprechblasen entleeren” hat er in jedem Fall auch gesagt und leider wird er nicht unser nächster Bundespräsident.

Würde es eine wählbare Partei mit Volker Pispers, Urban Priol und Georg Schramm geben, ich würde sie wählen.

#Lena, oder die historischen Momente

Oje, was schreibseln sich die Medien wund um die Hannoversche Abiturientin, die meiner Ansicht nach ganz einfach ne echte Bühnensau ist:

Die Taz und andere schwurbseln sich nationale Tendenzen rein, da wird allenthalben analysiert und gegrübelt.

Ständig werden da Migrationsgeschichten, Hartz 4 Themen, Gute Zeiten, Schlechte Zeiten zusammengeworfen. Überall wird das “Phänomen Lena” analysiert. Beim nerdcore, so finde ich, wird mal ganz gut erklärt, was an der ganzen Sache dran ist.
Ich finde tatsächlich auch, das der Song richtig Kacke ist, aber die Kleine ziemlich was drauf hat. Ich hasse diesen aufgesetzten (und inkonsequent durchgezogenen “soll wohl Cockney sein”-Akzent. Nix gegen britisches Englisch (war ja bei uns damals auch total uncool), heutzutage sind wir ja aufgeklärt und lehnen amerikanische Akzente erst recht als “No Go” ab, aber das geht einfach gar nicht.

Mag sein, dass ihre “Authentizität” (sie gibt einen Scheiß auf das alles) ein Grund für den Erfolg ist, mag sein, dass Europa den Deutschen in guter alter Eurovision de la Chanson-Tradition die 12 Punkte aus politischen Gründen gegeben hat (wer zahlt die Krise? – in dem Fall kann ich mich über so einen Sieg nicht freuen), wie auch immer:

Als ich an dem Abend vor der Glotze hockte und bemerkte, dass “wir” eigentlich immer Punkte bekamen, dachte ich mir – “das ist ein historischer Moment”. sowas passiert einem alle 30 Jahre mal.

Und unabhängig vom “warum“, deswegen war es besonders für mich.

Das alles hat mit einer Lena gar nichts zu tun.

Amerika…

was, wenn Amerika nach dem 11. September 2001 nichts getan hätte?

#fsa09 Die Demo, das Ergebnis und ein gutes Statement.

So, Demo ist rum, Weltartikel sagt eigentlich auch schon alles aus:

“Anstatt Informations- und Meinungsfreiheit einzuschränken, müsse die Strafverfolgung professioneller werden.”

und bei Netzpolitik.org heisst es:

“Die 19:00 Uhr Pressemitteilung des “Freiheit statt Angst”-Demobündnis:

* Insgesamt 25.000 Bürger protestierten gegen den Überwachungswahn

* “Freiheit statt Angst” Demonstration ein voller Erfolg”

Leider konnte ich nicht dabei sein. Zwar hatte dieser hier mal die Frage nach der Anzahl der Demonstranten gestellt, aber meine Antwort an ihn, halte ich für extrem plausibel. Und außerdem ein weiteres Beispiel dafür, warum #Zensursula das Elterngeld eingeführt hat:

Tweet an den, der sich über die Anzahl der Demonstranten wundertekönnte man meinen und war tatsächlich auch mein Grund nicht nach Berlin zu fahren.

Anhand der Berichterstattung und vor allem der Tweets über #fsa09 konnte ich gut dabei sein und habe meine following-Liste etwas ergänzen können. Der Live-Ticker der taz war dann der ausschlaggebende Link zu der Aussage von Johnny Haeusler:

Auch wenn Johnny der Betreiber des Spreeblick ist und somit einer der Mitunterzeichner des “Internet Manifests” (ja, ich kanns nicht sein lassen und muss Trolle füttern), so sind seine Worte wohl auch für die “alten Leut” mal verständlich. Vielleicht nutzt es ja was.

Ich bin mir aber sicher, dass die “geringe” Anzahl der Teilnehmer noch von den etablierten Parteien und vor allem von den Concrete-Heads Schäuble und von der Leyen als “unter ferner liefen”, bzw. “lächerlich” abgewunken werden.

Leider machen mir die Jungs von der Piratenpartei in ihren Interviews nicht gerade die kompetentesten Eindrücke. Gut, die müssen das Politisieren und Quatschen noch lernen, aber wenn ich mir z.B. Interviews von Beckedahl oder den Leuten des CCC ansehe, so meine ich, merkt man denen die Routine mit den Medien schon mehr an.

Na, ist ja noch kein Meister vom Himmel gefallen. Aber 150.000 Teilnehmer wären besser gewesen. Wie gesagt: wenn alle _wir Eltern_ die durch #Zensursula zur Elternschaft in den letzten 2 Jahren “verführt” ;-) worden sind, dabei gewesen wären, hätten sich wohl die 150.000 Leute zusammengefunden.