Tag Archive for 'freie meinungsäußerung'

#Blizzard verwirft die #Real_ID-Epicfail-Idee: Millionen jubeln

Wow ist ja auch ein Ausdruck ehrlicher Überraschung und Überwältigung. Wie ich gestern schrieb, drehte Blizzard mit seiner Realnamen-Facebook-macht-alles-besser-Philosophie zeitweise richtig ab und zog sich den überwältigenden Zorn der internationalen Wow-Gemeinde zu.

Heute gibt Blizzard in einem offenen Brief bekannt, dass die Realnamen-Geschichte nicht gemacht wird. Der gemeinsame öffentliche – schnelle – Druck der Leute über Blogs, Foren und dann die Holzmedien, ebenso wie sicherlich tausende gekündigte Abonnements (;-)) haben Blizz unglaublich schnell eines besseren belehrt.

Das beste Beispiel für die Notwendigkeit eines freien Internets.

Du bist Terrorist!

Rette Deine Freiheit

Saugut! (Update: aus gegebenem Anlass bleibt dieser Beitrag bis zu den Wahlen ganz oben)

Freiheit statt Angst

http://netzpolitik.org/2009/freiheit-statt-angst-die-groesste-buergerrechts-demo-aller-zeiten-steht-bevor/ http://www.ccc.de/updates/2009/demo-berlin?language=en

“Auf die Straße: Für Freiheit, Demokratie und gegen Zensur!

September 05, 2009 (frankro) Der Überwachungs- und neuerdings auch Zensurwahn hat im Superwahljahr 2009 nicht nachgelassen. Der Chaos Computer Club (CCC) ruft daher gemeinsam mit dem Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung zur Teilnahme an der Großdemonstration “Freiheit statt Angst” am 12. September 2009 in Berlin auf. Treffpunkt ist um 15 Uhr am Potsdamer Platz.

Wir denken: Es reicht nicht, darauf zu warten, dass das Bundesverfassungsgericht die hysterischen “Sicherheitspolitiker” vielleicht mal wieder zur Ordnung ruft. Es ist vielmehr Zeit, den in kollektiver Terrorpsychose verfangenen Politdarstellern zu zeigen, was wir von ihrer Seifenoper halten. Die Gelegenheit ist günstig, denn wir haben bald wieder die Wahl und müssen klarmachen, was unsere Prioritäten sind. Informationsfreiheit und digitale Bürgerrechte sind keine Selbstverständlichkeit mehr und brauchen daher eine starke Stimme auf der Straße, nicht nur im Netz.

Wir wissen: Demonstrieren macht sexy, verbessert die Muskulatur und schafft Möglichkeiten zur persönlichen unbelauschten Fraternisierung mit Gleichgesinnten. Deshalb: Bringt Eure tollen T-Shirts, Plakate, Oma, alle Euch bekannten Mobiltelefonbesitzer, freiheitsverliebte Nachbarinnen und Luftballons mit und kommt auf die Straße. Wir schreiben es den Internetausdruckern ins Stammbuch: Weniger Freiheit bringt uns nicht mehr Sicherheit, Stoppschilder retten kein Kind. “

Ich wär je gern hin…geht Ihr wenigstens hin.

Demo in Berlin am 12 September

Hier bei Netzpolitik wird nochmal auf kommenden Samstag aufmerksam gemacht:

“Unterstützer: Es haben mittlerweile 163 Unterstützerorganisationen, -verbände, -bands, Firmen und Initiativen den Demo-Aufruf unterzeichnet. Das ist das breiteste Bündnis für Bürgerrechte und ein freies Internet und gegen Überwachung, das Deutschland je gesehen hat. Nach vorsichtigen Schätzungen repräsentieren diese Unterstützer mehr als drei Millionen Mitglieder (Doppelmitgliedschaften schon statistisch rausgerechnet), das ist mehr als die Summe aller Parteimitglieder der Großen Koalition und aller Mittel- und Kleinparteien zusammen. “

Wie kann ein Journalist im Web Geld verdienen?

Hier: wird das Manifest nochmals diskutiert. Klingt sehr nach Insiderthema, aber nun will ich mir auch mal ein paar Gedanken machen:

Ich hab mit der Journaille nix am Hut, deswegen entschuldige ich mich hier für meine vielleicht abstrus-blöden Ideen:

Wie wär´s mit themenbezogener Vergütung? Beispiel: Trash-TV oder Beiträge zu Stars und Sternchen: wird über Werbung finanziert. Skandalaufdeckungen a la Watergate: über eine Tabelle (ähnlich HOAI bei den Architekten, oder der Brago bei den Anwälten), die die „Wirkung“ (demokratische Freiheit bewahren, Aufmerksamkeit wahren, Verbrechen verhindern, usw. usf.) definiert und daraus ein Honorar ableitet.

Bezahlt würde dies entweder vom Abnehmer (also Verleger, der sich wiederum z.B. über Werbung finanziert) oder vielleicht teilweise aus einer Stiftung (die wiederum themenspezifisch Ihre Finanzmittel verwaltet). Ggf. erhält diese Stiftung, wie ein Ministerium einen Anteil aus Steuergeldern, da sich ja die zu bezahlenden Produkte (Artikel) an deren gesellschaftlichem Wert festmachen lassen.

z.B.:

Stabilisierung der Bevölkerungsstimmung (in Bezug auf die Verfassung) Vereitelung von Kriminalität und somit Vermeidung/Minderung von finanziellem Schaden Lobbyorientierte Beeinflussung/Manipulation der öffentlichen Meinung (z.B. Unterstützung der Atomkraftlobby und somit deren wirtschaftlichen Erfolg, oder analog bei alternativen Energien) Unterhaltung zur Verblendung/Beruhigung der Bevölkerung zur Sicherstellung bestehender Machtverhältnisse (und somit deren wirtschaftlichen Erfolg)

Zur Ausarbeitung solch einer Honorartabelle müsste man sich wohl an die Leute halten, die sowas können ;-) ; Grundlage dafür wären z.B. Artikel aus der Vergangenheit sowie wissenschaftliche Methoden, deren Effekt in Geld umzurechnen (sowas wird’s doch sicher geben; ich weiß das aber nicht);

Ich glaube auch, dass so etwas einen starken Einfluss auf die Berichterstattung und die Gesellschaft an sich haben würde.

Abschließend: wie ich hier: http://olivermark.de/blog/archives/581 schonmal skizziert habe, geht es um Inkorrumpierbarkeit. (falls es das Wort gibt). Ich meine: solange Geld mit Öffentlicher Meinungsbildung zu tun hat, können nur Medien, bzw. Informationen verwendbar sein, die sich nicht korrumpieren lassen (und dass können, meines eingeschränkten Wissens nach nur die Blogger in der Masse).

CDU liest Emails Ihrer Parteimitglieder

Lol-des-Tages. Die betrachten Emails zum einen als Postkarten, zum andern hat den Adressinhabern keiner gesagt, dass sie die Email überhaupt über die Fraktionsspitze laufen lassen. Und das schon seit einem Jahr!

Der Hebelarm der Blogger

Das ist der Erfolg des Bloggens und die Gefahr für die Politik: wir haben eine Stimme, die sich bis in die Öffentliche Meinung vervielfältigen kann.

Die Demagogie der Zensursula

Heute gab es übrigens passend, 70 Jahre danach, einen Artikel über den deutschen Überfall auf Polen. Die Art und Weise wie Hitler die Öffentlichkeit mit diesem vorgetäuschten Anschlag (und seinen Aussagen darüber) hinters Licht und auf seine Fährte gesetzt hat erinnert mich wirklich schwer an die Art und Weise, wie Zensursula versucht Ihr Ding durch zu ziehen. Vor solchen Politikern müssen wir unheimlich vorsichtig sein. Das trägt deutlich faschistische Züge!

Die unbeugsame Lügerei der von der Leyen wird vor den Wahlen, vor dem Inkafttreten all ihrer lobby-finanzierten, elitären Bestandswahrungs- und vermehrungsversuchen nicht aufhören.

Was von der Leyen von ihrem Podest herunter beschreibt, ist freilich nichts neues. Fast scheint, es, als hätte sie ihre Rede vor Monaten auswendig vor dem Spiegel gelernt und seitdem schon zu anderen Terminen aufgesagt. Wer bei YouTube nach ihrem Namen gesucht hat, weiß, worüber sie in den nächsten Minuten referieren wird. Von der Leyen kann das gut, das mit dem Reden. Hätte ich heute zum ersten Mal vom Zugangserschwerungsgesetz gehört — ich hätte es glatt für eine gute Sache gehalten. Vielleicht hätte ich sogar applaudiert und geweint.

Sie steht dort oben und erzählt und lügt. Wenig von dem, das sie über die Kinderpornografie erzählt, entspricht nur annähernd der Wahrheit. Es ist nicht auszumachen, ob sie bewusst lügt oder ob sie einfach keine Ahnung hat und wirklich nicht mehr ist als eine Marionette des Innenministeriums. Von der Leyen lässt keinen Blick zu hinter ihre lächelnde Maske. Niemand wird je erfahren, was sich wirklich hinter ihr verbirgt.

Von der Leyens Argumente überzeugen nur, wenn sie für unfehlbar gehalten werden. Angesichts der wenigen kinderpornografischen Seiten auf den ausländischen Sperrlisten, angesichts der schwammigen Formulierungen, was Kontrollgremium und den Begriff der Kinderpornografie angeht, ist von Unfehlbarkeit keine Spur.”

Nun nehmen die Medien auch den Prozess wahr

Sehr guter Artikel über die Motive der “Generation C64″, wie sie sich selber nennt.

Seipenbusch zählt sich selbst zur »Generation C64«. Der 41-Jährige ist vor dem Computer Commodore 64 groß geworden, spielt Videospiele und programmiert, seit er denken kann. Die Welt im Internet empfand er von Beginn an als einen friedlichen Ort, an dem sich vernünftige Menschen austauschen. Dann kamen die großen Konzerne ins Netz, später folgte die Politik. Und jetzt, sagt er, tue die Bundesregierung so, als könne man das Internet genauso regulieren wie die reale Welt. Sie tue so, als herrsche in einem Teil des Netzes Anarchie. »Wir handeln aus einer Verteidigungshaltung heraus«, sagt Seipenbusch. Hätten sie ihn einfach in Ruhe gelassen, die Politiker, er hätte wohl friedlich in seinem Computerraum weitergewerkelt. Aber weil die Politiker keine Ruhe wollten, müssen die Piraten jetzt zurückschlagen, findet Seipenbusch. Der stille Seipenbusch ist aus der Deckung gekommen, tagsüber kümmert er sich um Server-Updates, abends um die Bundestagswahlkampagne.

In einer Hinsicht ist der Piratenchef beispielhaft für viele seiner Mitstreiter: Die neue Apo kämpft nicht für eine bessere Welt, sie hatte schon früh ihre eigene. Die Aktivisten der neuen Apo kommunizieren weltweit, halten Kontakt zu Freunden über Facebook und twittern einander zu: »Wo bist du gerade? Was tust du?« Sie finden im Internet Antworten auf alle Fragen. Es ist, als hätten sie einen wichtigen Teil ihrer Persönlichkeit von dort hochgeladen. Deshalb fühlt sich die neue Apo empfindlich verletzt, wenn Politiker die Handlungsfreiheit im Internet einschränken wollen. Politiker werden als Eindringlinge empfunden in eine Welt, die nicht ihnen gehört. In der sie sich nicht auskennen. Über die sie keine Macht ausüben dürfen. Die jungen Piraten sagen über sich, sie verteidigten die Bürgerrechte. Wahrscheinlich verteidigen sie aber vor allem sich selbst.”